Ratgeber


Gut geschützt in die Sonne

Gut geschützt in die Sonne

Jetzt kann der Sommer kommen!
Egal, ob Sie ein Straßencafé besuchen, joggen gehen oder Ihr Kind für den Kindergarten fertig machen – in der warmen Jahreszeit ist ein optimaler Sonnenschutz besonders wichtig. Worauf Sie beim Produktkauf achten sollten und welche Maßnahmen Sie selbst ergreifen können.
  • UV-A, UV-B, LSF – kleine Einführung in die Wissenschaft der Sonnenstrahlen

    Die Sonne sendet nicht nur wohltuende Wärmestrahlung, sondern auch Licht im unsichtbaren, so genannten ultravioletten Bereich aus: die UV-A- und UV-B-Strahlung. Beide sind der Grund für die negativen Erinnerungen an zu langes Sonnenbaden: Kurzfristig entsteht der typische Sonnenbrand mit Rötung und schmerzhaften Bläschen oder bei empfindlichen Menschen eine Sonnenallergie. Langfristig altert die Haut schneller und im schlimmsten Fall entsteht Hautkrebs.

    Aber die menschliche Haut baut bei Sonnenkontakt einen Eigenschutz auf. Hautschichten verdicken sich und es bildet sich verstärkt das Pigment Melanin, das Ihnen die Urlaubsbräune verleiht. Sonnenschutzprodukte mit Lichtschutzfaktoren (LSF) unterstützen diesen Eigenschutz. Enthaltene Stoffe schützen als UV-Filter die Haut vor zu viel Sonnenlicht. Der Lichtschutzfaktor ist eigentlich ein UV-B-Schutzfaktor und stellt die wichtigste Angabe auf den Verpackungen dar. Er gibt an, wievielmal länger man sich mit diesem Produkt der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, als dies bei der individuellen Eigenschutzzeit möglich wäre. Ob ein Produkt auch vor der UV-A-Strahlung schützt, erkennen Sie an einem zusätzlichen kreisrunden „UVA“-Zeichen.

    Tipp: Kennen Sie Ihre Eigenschutzzeit nicht? Haar- und Augenfarbe sowie Ihre Hautfarbe bestimmen die Lichtempfindlichkeit Ihrer Haut. Erkundigen Sie sich in Ihrer Apotheke, ob man Ihnen bei der Bestimmung Ihres Fototyps helfen kann. Dort berät man Sie auch über die zu Ihrem Hauttyp passenden Produkte.

    Mit Kombination zum besten Hautschutz

    Um ein möglichst breites UV-Spektrum abzudecken, gut verträglich und praktisch in der Handhabung zu sein, enthalten Sonnenschutzmittel meist eine Kombination aus zwei Filterklassen. Diese Produkte verbinden eine hohe Schutzleistung mit einfacher Anwendung und wenig Nachteilen.

    Physikalische Filter wie Titandioxid und Zinkoxid lassen UV-Strahlen gar nicht erst in die Haut eindringen, sondern reflektieren sie wie kleine Spiegel. Sie fungieren so als Breitbandfilter und lösen keine Allergien aus. Allerdings bildet sich ein sichtbarer, weißer Film auf der Haut.

    Chemische Filter sind mit den Naturstoffen Kampfer, Zimt- und Salizylsäure verwandt und ziehen in die Haut ein. Das Auftragen ist einfach, aber manche Filterstoffe lösen Fotoallergien aus oder stehen im Verdacht, eine hormonähnliche Wirkung zu haben.

    Der Zusatz von Antioxidantien schützt zusätzlich vor Schäden am Erbgut durch Radikale, die sich durch UV-Strahlung bilden.

    Tipp: Viele Produkte für Kinder enthalten eine große Menge an Titan- oder Zinkoxid. Der „Weißeleffekt“ erlaubt Ihnen, ganz einfach zu überprüfen, ob alle unbedeckten Körperstellen eingecremt sind.

    Kinderhaut reagiert besonders empfindlich

    Schützen Sie Ihr Baby im ersten Lebensjahr komplett vor direkter Sonneneinstrahlung. Ab dem zweiten Lebensjahr dürfen die Kleinen auch mal für kurze Zeit draußen spielen – aber immer gut geschützt und nie zur Mittagszeit, wo die Sonne am intensivsten strahlt. Mit lichtundurchlässiger Kleidung und dick eingecremt mit einem hohen Lichtschutzfaktor steht einem ungetrübten Spaß im Garten dann nichts mehr im Weg.

    Tipp: Es gibt spezielle UV-Schutzkleidung, die auch beim Baden oder nach mehrmaligen Waschen noch zuverlässig gegen UV-Strahlen schützt.

    Sonnenschutz immer & überall

    Täuschen Sie sich nicht: Auch bei bewölktem Himmel kann die UV-Belastung hoch sein, denn die Strahlen durchdringen auch Wolken. Außerdem steigt die UV-Intensität mit der Höhe über dem Meeresspiegel an.

    Hinweis: Je stärker die UV-Strahlung, desto kürzer wird die Eigenschutzzeit Ihrer Haut. Verwenden Sie Produkte mit höherem Lichtschutzfaktor wie üblich, wenn Sie sich in den Bergen befinden oder Ihr Urlaubsland nahe am Äquator liegt.

    Damit Ihr Urlaub keine Schattenseiten hat: Tipps für ein besonnenes Verhalten

    • Vermeiden Sie Sonnenbaden zur Mittagszeit; zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Belastung am stärksten.

    • Sparen Sie nicht an Sonnenschutzmittel. Ein Erwachsener benötigt etwa 3 Esslöffel, die eine halbe Stunde vor Sonnenkontakt aufgetragen werden.

    • Nase, Ohren, Lippen und Dekolleté nicht vergessen. Regelmäßiges Nachcremen erhält den Schutz, auch nach dem Schwimmen und Abtrocknen.

    • Kleidung ist ein effektiver Sonnenschutz, insbesondere weit geschnittene und eher dunkle Textilien schirmen die Haut gut ab.

    • Vergessen Sie Kopfbedeckung und Sonnenbrille nicht. Achten Sie dabei auf Angaben wie „UV 400“, „100 Prozent UV“ oder das CE-Zeichen.

    Quelle: Christine Kammer: Sonnenschutz aus der Flasche, PTA heute, Ausgabe 8/2018.


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Mückenschutz aus der Apotheke

Mückenschutz aus der Apotheke

Keine Chance für Blutsauger!
Ob im Urlaub an einem schwedischen See oder im heimischen Garten – mit dem Sommer beginnt wieder die Zeit, in der uns Mücken den Spaß am Grillabend verderben. Angekündigt durch ihr hohes Surren haben wir noch Tage nach dem Kontakt eine Erinnerung an sie: juckende Stiche. Was Sie zur Vorbeugung tun können und welche Mückenschutzmittel Sie in der Apotheke erhalten.
  • Ganz nach Ihren Wünschen: Verschiedene Anwendungsformen

    Zubereitungen, die auf die Haut aufgetragen werden, um Insektenstiche zu verhindern, werden Repellents genannt. Sie können wählen, ob Sie lieber ein Spray, eine Lotion, Roll-Ons, ein Gel oder Anti-Mücken-Tücher verwenden. Beim Kauf sollten Sie prüfen, ob Sie den Geruch des Präparates als angenehm empfinden. Außerdem haben Sie die Wahl zwischen Präparaten mit zusätzlich pflegenden Inhaltsstoffen (zum Beispiel Autan® Family Care Pumpspray, Anti Brumm® After Sun, Ballistol® Stichfrei oder Soventol® protect) und Repellents, die auf Haut und Kleidung aufgetragen werden können, zum Beispiel Anti Brumm® Classic oder alle mosquito®-Präparate.

    Hinweis: Sprays sind oft empfindlich gegenüber hohen Temperaturen oder Druckschwankungen. Denken Sie bei Flugreisen und bei Urlauben in warmen Ländern daran!

    Voraussetzung für optimale Wirkung: lückenloses Auftragen

    Repellents müssen Sie auf die gesamte unbedeckte Haut entsprechend den Herstellerangaben auftragen. Aber Achtung: Augen, Nase und Mund unbedingt aussparen! Und nach einem ausgiebigen Sonnenbad oder einer Abkühlung im Meer das erneute Auftragen nicht vergessen!

    Hinweis: Sie dürfen keinen Mückenschutz auf offene Wunden oder auf Hautbereiche mit Sonnenbrand auftragen.

    Sonnenbaden mit Mückenschutz – geht das?

    Möchten Sie sich gleichzeitig gegen die lästigen Insekten und gegen zu viel Sonne schützen, tragen Sie zuerst den Sonnenschutz auf und warten Sie etwa eine halbe Stunde, bevor Sie den Mückenschutz verwenden. Oder wählen Sie gleich ein Kombinationspräparat aus Mücken- und Sonnenschutz wie zum Beispiel Anti Brumm® Sun mit Lichtschutzfaktor 25 oder 50.

    Hinweis: Manche Wirkstoffe in Mückenschutzmitteln schwächen den Schutz gegen die schädliche UV-Strahlung ab. Lassen Sie sich von Ihrem Apotheker beraten.

    Bei Kindern besonders achtsam sein

    Mückenschutzpräparate mit dem Wirkstoff DEET sind für Kinder unter drei Jahren, stillende Mütter und Schwangere problematisch, da er allergische Reaktionen auslösen kann und die Augen und Schleimhäute reizt. Auch bei älteren Kinder sollte das großflächige Auftragen vermieden werden. Sie sollten bei Kleinkindern auf Präparate mit den Wirkstoffen Icaridin, IR3535 oder PMD ausweichen. Eine genaue Empfehlung gibt Ihnen Ihre Apotheke!

    Tipp: Bei Kindern sollte immer ein Erwachsener den Mückenschutz auftragen. Bei kleinen Kindern sparen Sie am besten die Hände der Kleinen aus, damit das Insektenmittel nicht in den Mund gelangt.

    Was Sie zusätzlich tun können, damit die Mücken keinen Stich machen:

    • Tragen Sie helle, lockere Kleidung, die möglichst viel Haut bedeckt.

    • Imprägnieren Sie Ihre Kleidung.

    • Achten Sie auf die Hosen- und Ärmelöffnungen und stecken Sie bei Wanderungen die Hosenbeine in die Socken hinein. Auch breites Klebeband hilft Ihnen, Übergänge abzudichten.

    • Wechseln Sie verschwitzte Kleidung und Socken regelmäßig, um Mücken gar nicht erst anzulocken.

    • Gehen Sie auf Erkundungstour durch Ihren Garten: Wo verstecken sich kleine Pfützen, die den Mücken als Brutplätze dienen? Entfernen Sie stehendes Wasser aus Blumentöpfen, Regentonnen und Vogeltränken.

    Quelle: Dr. Sabine Werner: Für einen Sommer ohne Stiche, Deutsche Apotheker Zeitung, Ausgabe 21/2017, Mai 2017.


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Fußpflege leicht gemacht

Fußpflege leicht gemacht

(K)eine Frage der Kosmetik!
Obwohl uns die Füße während des Lebens mehrmals um die Erde tragen, erhalten sie nicht immer die nötige Aufmerksamkeit. Erst, wenn sie sich schmerzhaft bemerkbar machen, denken wir an ihre Pflege. Wie Sie den typischen Beschwerden mit Cremes, Pflastern und Instrumenten begegnen können und wann der Fachmann ins Spiel kommt.
  • Sie haben viele Möglichkeiten – nutzen Sie sie!

    Gönnen Sie Ihren Füßen regelmäßig ein pflegendes Fußbad mit speziellen Salzen. Nach dem Waschen sollten Sie Ihre Füße gründlich untersuchen: Sehen Sie Rötungen oder sind die Füße angeschwollen? Müssen Sie kleine Wunden oder Risse behandeln?

    Cremen Sie die trockenen Füße mit reichhaltigen Fußcremes ein, die Harnstoff enthalten, zum Beispiel Eubos® trockene Haut Urea 10% Fußcreme und sebamed® trockene Haut Fuss-Creme Urea Akut 10%. So beugen Sie Druckstellen vor und halten die Haut geschmeidig. Und ganz nebenbei lassen Sie Ihren Füßen eine wohltuende Massage zukommen. Neigen Sie zu Fußschweiß, sollten Ihre Socken für Kochwäsche geeignet sein. Spezielle Fußpuder, die Sie morgens zwischen den Zehen auftragen, bringen Sie luftig durch den Tag (zum Beispiel Gehwol® Fußpuder, Odaban® Fuß- und Schuhpuder).

    Tipp: Viele Fußbäder enthalten Zusätze mit schweißhemmender oder antibakterieller Wirkung. Erkundigen Sie sich in Ihrer Apotheke.

    Hornhaut – ein erstes Warnsignal

    Haben Sie auf der Fußsohle oder an den Fußseiten Bereiche mit Hornhaut? Dann liegt das wahrscheinlich an unbequemen oder zu kleinem Schuhwerk. Meist verschwinden die Schwielen nach Beseitigung der Ursache von selbst. Einer zu starken Hornhaut beugen Sie mit speziellen Hornhautfeilen, -hobeln oder durch Schmirgeln mit Bimsstein vor.

    Hinweis: Hornhautfeilen werden trocken angewendet. Für das Schmirgeln müssen Sie die Haut in einem Fußbad vorher aufweichen. Hornhauthobel setzt man auf nasser und trockener Haut ein. Aber aufgepasst: Für Diabetiker und Menschen mit Durchblutungsstörungen sind Schmirgeln und Hobeln nicht geeignet, weil die Haut leicht verletzt wird. Hier bieten Cremes mit kleinen Partikeln eine gute Alternative, zum Beispiel DermaSel® Totes Meer Fußpflege Peeling und Hansaplast® Foot Expert Anti-Hornhaut 2 in 1 Peeling.

    Hühneraugen: oft klein aber schmerzhaft

    Oft sitzen Hühneraugen zwischen oder unter den Zehen und verursachen besonders beim Laufen Schmerzen. Ihnen stehen zur Selbstbehandlung verschiedene Pflaster (zum Beispiel Compeed® Hühneraugen Pflaster, Gehwol® Hühneraugenpflaster mit Salicylsäure) und Lösungen (zum Beispiel Clabin® N Lösung, Verrucid® Lösung) zur Verfügung.

    Hinweis: Achten Sie darauf, dass die Pflaster nicht verrutschen, sonst führt dies zu Verätzungen der gesunden Haut. Wenn Sie eine Lösung auftragen, schützen Sie die umliegende Haut mit Vaseline. Decken Sie die Stelle mit einem Pflaster ab und versuchen Sie nach ein paar Tagen, das Hühnerauge nach einem Fußbad herauszuheben.

    Bei schwierigen Fällen ist der Fachmann gefragt

    Sitzt ein Hühnerauge an einer schwer erreichbaren Stelle, entfernt es am besten ein Spezialist für Fußgesundheit, ein so genannter Podologe, unter hygienischen Bedingungen mit einem Skalpell oder einer speziellen Fräse.

    Tipp: Für die Schmerzlinderung bis zu Ihrem Termin beim Podologen empfehlen sich Schutzringe für die Druckstellen, beispielsweise Gehwol® Hühneraugenschutzpolster Ring und Hansaplast® Hühneraugen-Druckschutzringe.

    Manchmal berufsbedingt: Risse und Schrunden

    Risse im Bereich der Ferse sind Eintrittspforten für Bakterien und Pilze. Leiden Sie unter so genannten trockenen Rhagaden aufgrund einer Durchblutungsstörung oder Diabetes, holen Sie sich Hilfe beim Podologen. Feuchte Rhagaden treten häufig nach dem Tragen von Gummistiefeln oder Sicherheitsschuhen auf oder bei Menschen, die in Schwimmbädern arbeiten.

    Tipp: Achten Sie auf trockene Füße und möglichst luftdurchlässiges Schuhwerk.

    Eingewachsene Zehennägel: Der richtige Nagelschnitt beugt vor

    Benutzen Sie zum Schneiden der Fußnägel am besten eine Nagelzange oder einen Nagelklipper. Dabei wird der Fußnagel im Gegensatz zu den Fingern nicht halb rund, sondern bündig mit den Zehenkuppen geschnitten.

    Hinweis: Ist der Zeh bereits entzündet, muss ein Podologe konsultiert werden, der mit Hilfe einer Spange den Nagelwuchs nach außen korrigiert.

    Spezielle Pflege für Diabetiker

    Zuckerkranke besitzen ein höheres Verletzungsrisiko und eine geschwächte Immunabwehr. Durchblutungsstörungen führen dazu, dass Druckstellen oft zu spät bemerkt werden. Daher sollten Diabetiker mit einem Handspiegel ihre Füße auf Schwellungen und Rötungen absuchen und Nägel nur mit einer Feile kürzen.

    Tipp: Fußbäder nicht zu lange und zu heiß machen, damit keine Keime durch die aufgeweichte Haut eindringen.

    Quelle: Sarah Katzemich: Mehr als Kosmetik, Deutsche Apotheker Zeitung, Seite 28, Ausgabe 12/2018 vom 22.03.2018.


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Blutdruck richtig messen

Blutdruck richtig messen

Tipps für die Selbstmessung
Durch einen erhöhten Blutdruck steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Gefäßverkalkung und Herzinfarkt. Vielleicht schießt auch bei Ihnen der Blutdruck über das Ziel hinaus, ohne dass Sie es merken. Eine regelmäßige Messung zu Hause verringert für Sie deutlich die Gefahr, einen Schlaganfall oder schwere Organschäden zu erleiden.
  • Unterschiedliche Messmethoden: Handgelenk oder Oberarm

    Die Kraft, mit der unser Herz das Blut durch die Gefäße pumpt, wird als Blutdruck bezeichnet. Er sorgt dafür, dass alle Körperregionen mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden. Blutdruckwerte lassen sich mit automatischen Messgeräten entweder am Oberarm oder am Handgelenk bestimmen. Einfacher für den Hausgebrauch sind Handgelenksgeräte. Zu Beginn führen Sie am besten Vergleichsmessungen durch, bei denen sich die oberen und unteren Blutdruckwerte nicht gravierend unterscheiden sollten. Ihr Apotheker hilft Ihnen gerne bei Ihren ersten Messungen.

    Hinweis: Sind Sie Diabetiker oder leiden Sie unter Arteriosklerose oder Herzrhythmusstörungen, empfehlen Experten Oberarmgeräte für eine exakte Messung.

    Rechts oder links?

    Messen Sie Ihren Blutdruck immer am selben Arm. Es ist möglich, dass sich die Werte wegen muskulären Unterschieden leicht unterscheiden. Wählen Sie in diesem Fall den Arm mit dem höheren Wert aus.

    Hinweis: Beträgt die Druckdifferenz mehr als 10 mmHg, konsultieren Sie besser einen Arzt.

    Auf die Größe kommt es an

    Auch die Manschettengröße beeinflusst die Messgenauigkeit: Zu schmale Manschetten ergeben zu hohe, zu breite Manschetten zu niedrige Ergebnisse. Eine Oberarmmanschette sollte etwa die Hälfte des Armumfangs besitzen. Übliche Manschetten für das Handgelenk decken einen Umfang von 14 bis 20 Zentimetern ab.

    Tipp: Achten Sie beim Kauf Ihres Gerätes auf das Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga und nutzen Sie die Serviceleistung der Geräteanpassung in Ihrer Apotheke.

    So wird richtig gemessen

    Wenn Sie folgende Regeln beachten, steht einer korrekten Blutdruckmessung nichts mehr im Weg:

    • Setzen Sie sich an einen Tisch und führen Sie die Blutdruckmessung erst nach fünfminütiger Ruhe durch. Sind Sie eben noch Treppen gestiegen, zeigt das Gerät erhöhte Werte.

    • Gehen Sie vor einer Messung auf die Toilette. Eine volle Blase treibt den Blutdruck nach oben.

    • Bei einer Oberarmmessung entkleiden Sie Ihren Arm und legen Sie ihn mit der Handinnenfläche nach oben auf dem Tisch ab. Der Messpunkt liegt an der Arminnenseite etwa 2,5 Zentimeter über der Ellenbeuge.

    • Bei der Handgelenksmessung muss die Manschette in Herzhöhe liegen. Lagern Sie dazu Ihr Handgelenk am Tisch etwas hoch oder legen Sie die Hand auf die Brust. Achten Sie darauf, dass Ihr Handgelenk nicht herunterhängt oder abgeknickt ist.

    • Sprechen Sie während der Messung nicht und vermeiden Sie ein Kreuzen der Beine. Beides erhöht die gemessenen Werte.

    • Verzichten Sie eine Stunde vor der Messung auf Nikotin und Kaffee.

    • Führen Sie ein Blutdrucktagebuch, damit Sie Veränderungen schnell bemerken.

    Zu hoch oder nicht?

    Neueste Richtlinien ordnen einen Blutdruck über 130/80 mmHg bereits als Bluthochdruck ein. Ein einzelner Wert sagt aber noch nicht viel aus. Lassen Sie sich also nicht aus der Ruhe bringen, wenn Sie bei der Blutdruckmessung einmal Ausreißer nach oben haben. Erst, wenn die Werte unverändert hoch bleiben, ist ein Kontrolltermin bei Ihrem Hausarzt die beste Lösung.

    Quelle: Leonie Hudetz: Messfehler vermeiden, PTA heute, Ausgabe 03/2018, Februar 2018.

    Weiterführende Informationen zu den von der Deutschen Hochdruckliga geprüften Messgeräten.


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Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

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